Leichtere Türen und fortschrittliche Verbundwerkstoffe

Der HX50 wird über eine großzügige fünfsitzige Kabine mit großflächiger Verglasung verfügen, die einen atemberaubenden Panoramablick bietet. Dies schafft zwar ein unvergleichliches Passagiererlebnis, stellt jedoch zugleich eine erhebliche ingenieurtechnische Herausforderung dar: Wie konstruiert man große Türen und Fenster, ohne das Gewicht des Luftfahrzeugs maßgeblich zu erhöhen?

29 Aug. 2025

Die Türen und die Verglasung des HX50 machen einen wesentlichen Teil des Strukturgewichts des Hubschraubers aus. Unser oberstes Ziel war es, dieses Gewicht auf ein absolutes Minimum zu reduzieren – ohne Kompromisse bei Festigkeit oder struktureller Integrität.

Um dies zu erreichen, haben wir ein effizientes Strukturkonzept entwickelt. Der Schlüssel liegt in der Verwendung der Verglasungspaneele selbst als tragende Strukturelemente. Durch die Integration der Fenster in die Kernstruktur der Türen verleihen wir der gesamten Baugruppe die erforderliche Steifigkeit. Diese Konstruktion macht schwere innere Strukturkerne überflüssig und reduziert das Gewicht entscheidend.

Über die Kernstruktur hinaus haben wir die innenliegenden Lichtleisten, die neuesten Türgriffdesigns, die Zentralverriegelung sowie alle zugehörigen elektrischen Komponenten vollständig integriert. Dieser Ansatz stellt sicher, dass jedes Bauteil einen klaren Zweck erfüllt – das Ergebnis ist ein leichtes, robustes und hochgradig funktionales Türsystem, das perfekt für eine makellose Lackierung vorbereitet ist.

Verschmelzung von Industrien für luftfahrttechnische Perfektion

Wir haben Verfahren aus der großformatigen Faserverbundfertigung – wie dem High-End-Bootsbau, mit der strengen Qualität und Präzision kombiniert, die für Luftfahrtanwendungen erforderlich sind. Das Ergebnis ist ein bahnbrechender Werkzeugbauprozess:

  1. Produktionsreife Urmodelle: Wir beginnen mit einem Urmodell für jedes Bauteil – beispielsweise der vorderen Passagiertür. Diese Urmodelle werden auf stabilen, stapelbaren Sockeln montiert, was eine problemlose Lagerung und höchste Langlebigkeit gewährleistet.
  2. Fortschrittliche Werkzeugkonstruktion: Das Urmodell besteht aus einem kosteneffizienten Polystyrolkern, der mit Glasfaserschichten versiegelt ist, und verfügt über eine Vakuum-Basisabdichtung, die absolute Integrität während des gesamten Abformprozesses sicherstellt.
  3. Neue Epoxidharzpaste & Präzisionsfräsen: Wir tragen eine neue, fortschrittliche Werkzeugpaste auf Epoxidharzbasis mittels einer modernisierten Auftragsmaschine auf. Das beschichtete Werkzeug wird anschließend auf unserer neuen Portalfräsmaschine bearbeitet, die rund um die Uhr mit außergewöhnlich engen Toleranzen arbeitet.

Dieser Gesamtprozess gewährleistet, dass ein Werkzeug die Fräsmaschine nahezu sofort einsatzbereit verlässt. Es erfordert nur minimale manuelle Nachbearbeitung, bevor es für die Produktion hochwertiger Carbonformen bereit ist. Letztendlich können wir nun bessere Faserverbundbauteile kostengünstiger, schneller und zuverlässiger als je zuvor fertigen.

Laminatrezepturen

Wir haben die „Laminatrezeptur“ sowohl für strukturelle als auch für nicht-strukturelle Paneele finalisiert. Bei großflächigen Bauteilen, die keine Hauptlasten tragen, ist ein minimales Gewicht bei maximaler Oberflächengüte das Ziel. Bei Strukturbauteilen haben die Materialeigenschaften oberste Priorität. Diese Entwicklungsarbeit umfasst auch die Integration von Elementen wie Blitzschutz, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass der Verbundwerkstoff langlebig und optimal lackierbar ist. Die formelle Qualifizierung dieser Materialien ist bereits weit fortgeschritten.

Die Wissenschaft der Lackierung

Lack trägt in überraschend hohem Maße zum Gesamtgewicht eines Luftfahrzeugs bei. Wir arbeiten eng mit unseren Produktionslack-Lieferanten zusammen, um jeden Aspekt des Lackierprozesses zu optimieren. Dabei verfolgen wir zwei Ziele:

  • Die Reduzierung des Gewichts der finalen Lackschicht.
  • Die Erzielung der höchstmöglichen Oberflächengüte direkt aus der Lackierpistole, um die Notwendigkeit eines zeitaufwendigen Nachpolierens zu minimieren.

Wir haben unsere Standardfarben – wie Graphite Grey – sowie eine Auswahl exklusiver Sonderfarbtöne erprobt. Da der Prozess nun vollständig optimiert ist, fertigen wir eine Vielzahl von Testpaneelen an, die strengen Umwelttests unterzogen werden. Durch die gezielte Exposition gegenüber extremen klimatischen Bedingungen stellen wir sicher, dass unsere Lackierung dauerhaft widerstandsfähig gegen Rissbildung, Abblättern und Materialalterung ist – damit Ihr HX50 über Jahre hinweg in makelloser Vollendung erstrahlt.

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Inhalt der Präsentation

Wer

Mischa Gelb (aka Pilot Yellow) und Ruben Dias

Was

Exklusive, vollständige Details zum HX50, die der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind

Wie

30-minütige Präsentation + Q&A

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